Begrüßung

Veröffentlicht von jw am

Begrüßung durch Dr. Frauke Gerlach, Direktorin des Grimme-Instituts
Grußwort von André Spang, Staatskanzlei NRW

Foto: Georg Jorczyk

Der Social Community Day wird 10 Jahre alt – und für das Jubiläum wartet „ein großes Thema“ auf die Teilnehmer*innen, sagt Moderator Daniel Fiene. Es soll um Wahrheit gehen und um Angriffe auf diese durch Hass, Hetze und Verschwörungstheorien. Gemeinsam will sich die Social Community aber auch mit Faktenchecks, Teilhabe und Diversität in Redaktionen beschäftigen. 

Foto: Georg Jorczyk

Frauke Gerlach blickt zurück auf die Entwicklung des Internets in den letzten 50 Jahren. In den vergangenen Jahrzehnten habe man gelernt: “Das Netz ist nur so frei wie die Menschen, die es gestalten.” Als Kommunikationsraum für die ganze Welt könne das Internet Meinungsbildung ermöglichen, politische Willensbildung beschleunigen und somit die Demokratie stärken. Ebenso könne es die Gesellschaft aber auch “zersetzen und spalten”. Gerlach verweist auf Rechtspopulismus und Antisemitismus im Netz – auf eine Entwicklung, in der wir “mit modernsten Kommunikationstechniken zurück in die Vergangenheit” gehen. Hier sei es Aufgabe der Medien und der Community, online wie offline Verantwortung für den Diskurs zu übernehmen. 

Foto: Georg Jorczyk

André Spang als Vertreter aus der Staatskanzlei des Landes NRW stellt die Frage, was Wahrheit eigentlich bedeutet. Dabei geht er als ehemaliger Lehrer vor, wie es die meisten Schüler*innen heute auch tun würden: Von Wikipedia zitiert er die Wahrheitsdefinitionen verschiedener Philosophen. Im Internet bleibend wird jetzt das Publikum mit einbezogen. Bei einem interaktiven Gewinnspiel auf einer Online-Plattform werden verschiedene Schlagzeilen gezeigt und die Teilnehmenden stimmen am Smartphone ab, ob sie glauben, dass diese Schlagzeile wahr ist. Hierbei wird unter anderem ein, in diesem Fall manipuliertes, Foto von dunkelbraunen Klobürsten mit dem Namen „Höcke“ in einem IKEA-Markt gezeigt. Obwohl es die meisten Abstimmenden nicht überraschen würde, hat Donald Trump den italienischen Präsidenten auch nicht Mozzarella statt Mattarella genannt.  

Foto: Munira Abbas

Spang zeigt so, dass es allen Anwesenden leicht passieren kann, Fake News zu glauben, vor allem, wenn sie die eigene Meinung bestätigen. Er fragt: „Wie kann Journalismus sich gegen den Vorwurf verteidigen, ein Feind des Volkes zu sein?“ und freut sich auf einen Tag der gemeinsamen Diskussion zu diesem Thema in der Social Community.

Von Fabia Rombach und Rabea Gruber

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Foto: Nathalia Esquivel Salas